abrüsten ist klimarelevant

Einladung zu Diskussion am 23.März um 19 Uhr 

im Roten Laden – Usagasse 26 - Friedberg

Frieden in der Ukraine   - und dann?
Täglich werden wir mit Nachrichten und Meinungsbildern zum Krieg in der Ukraine überhäuft. Viele hoffen auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen und eine Verhandlungslösung. Bis dahin scheinen aber alle Seiten gewillt, jede Menge Waffen dorthin und zum Einsatz zu bringen.
Wer nimmt hier die Berichte der ukrainischen Friedensbewegung wahr über Friedensdemos, die russische Soldaten dazu gebracht haben, ihre Panzer anzuhalten? Wer berichtet über die Bürgermeister, die statt militärischer Abwehr schlicht die Kooperation mit den Besetzern verweigern? Und wer berichtet über all die Männer, die sich nicht zum Kanonenfutter in diesen Krieg machen lassen?
Es sind kleine Schritte sozialer Verteidigung, und wirksamen zivilen Widerstands,
Dieses Thema finden wir so wichtig, dass wir ihm in nächster Zeit eine eigene Veranstaltung widmen möchten.
Und hier, in Deutschland, in Europa, woanders vermutlich auch, werden im Schatten der Ereignisse die Weichen gestellt für gesellschaftspolitische Veränderungen zu Lasten der Mehrheit der Bevölkerung.
Wie zuvor die Corona Pandemie wird nun von Politik und Wirtschaft die riegsbesoffenheit genutzt. Etwa für den subventionierten Umbau von Großunternehmen, ohne großen Widerstand gegen die damit einhergehenden Stellenkürzungsorgien fürchten zu müssen.

Wenn der Krieg beendet sein wird was finden wir dann vor?

- Wie groß wird die Zustimmung unserer Bevölkerung zur Politik mit militärischen Mitteln sein?
- Werden wir mit sozialer Verteidigung die politischen Weichenstellungen beeinflussen können, oder werden Techniken von wirksamem zivilen Widerstand tabuisiert und kriminalisiert werden?
- Was bedeutet diese Konzentration auf's Militär für unser Sozial- und Gesundheitssystem?
- Wie werden sich Wirtschaftsverbindungen ändern und was kommt damit auf die Beschäftigten zu?
- Welche Auswirkungen hat das auf die ärmere Hälfte der Bevölkerung, und wie wird sie darauf reagieren?
- Was bedeutet es für die Flüchtlings- und Asylpolitik?
- Was bedeutet es für die Arbeit gegen den Klimawandel?
- Wird es möglich sein, den Gedanken friedlicher Konfliktlösungen in der Gesellschaft und zwischen den Staaten wieder in die Köpfe zu bekommen?
- Wie werden partnerschaftliche und kulturelle Vereinbarungen, wie die wissenschaftliche Zusammenarbeit beeinträchtigt sein?
- Wird Deutschland künftig seine Einfluss- und Handelsinteressen in der Welt militärisch noch stärker untermauern?
- Wie wird die EU als militarisierte Macht handeln?
- Was bedeutet die Tatsache dieses Krieges für die Wirksamkeit internationaler Institutionen wie UNO / OECD / ASEAN und andere?
- Werden internationale Abkommen noch das Papier wert sein, auf das sie gedruckt werden, oder verkommen sie künftig noch mehr zu Absichtserklärungen, an die sich die Unterzeichnerstaaten nur dann halten, wenn es ihnen passt.
Am 23.3. möchten wir eure Einschätzungen diskutieren und uns dann auf die Frage konzentrieren:
Wie wirkt sich das alles auf unser Leben und Engagement aus?